Indonesiens Kultur und Religion

Garuda Tempel
Indonesien ist ein Land in Südostasien, besteht aus 17.508 Inseln und hat 230 Millionen Einwohner, das viertgrösste Land der Welt. Indonesien ist eines der bekanntesten muslimischen Länder und hat gut 86 % Moslems. Doch die restlichen 14 % sind reicht an verschiedenen Religionen und Kulturen. Indonesien hat eine lange Historie als Zwischenstation zwischen Asien und Europa, für Menschen und Güter der verschiedensten Art. In den Anfängen war es Indien, das einen großen Einfluss auf diese Inselwelt hatte.

Hinduismus und Buddhismus hielten Einzug, als Indonesien mit Indien in den Handel trat. Im 13. Jahrhundert kamen Muslime und verbreiteten ihren Glauben zuerst auf Java und Sumatra. Beide Inseln sind die größten des Staates und so ist es auch kein Wunder, dass eben diese Religion die dominantere ist. Das Christentum kam später mit den Holländern, die es im 16. Jahrhundert besetzten und bis 1945 präsent waren.

Die chinesische Minderheit des Landes gehört zum Konfuzianismus. Die Chinesen kamen bereits im 15. Jahrhundert ins Land und wurden später auch von den Holländern als zusätzliche Arbeitskraft eingeführt, die auf den Reisplantagen auf Java und Sumatra arbeiten sollten. Die heutige Konstitution erlaubt Religionsfreiheit, jedoch muss sich jeder Bürger für eine der fünf Haupt-Religionen entscheiden.

Christl. Kirche Kualakencana
Anders zu anderen muslimischen Ländern ist Indonesien bis heute ziemlich konfliktfrei in den Religionen geblieben. Das ist gewiss auch darauf zurückzuführen, dass das Land immer eine große Breite an Kulturen und Religionen hatte und letztendlich alle Religionen durch den immer noch praktizierten Ahnenkult verbunden sind.