Batubulan

Wer sich für Kunst interessiert und die Produkte der Einheimischen kennen lernen möchte, sollte es nicht verpassen, nach Batubulan zu fahren. Knapp 10 Kilometer nördlich von Denpasar, Balis Hauptstadt, gelegen, präsentiert sich Batubulan als großes Dorf mit Straßen voller Statuen, Buddha Figuren, Dämonen und andere mystische Figuren, alle in Stein gehauen.

Die Bildhauerkunst hat hier im Dorf eine lange Tradition. Bis noch vor wenigen Jahrzehnten wurden diese Figuren nur für Tempelanlage und Paläste gefertigt. Doch in den letzten Jahren haben sie an großem Interesse gewonnen und stehen jetzt in öffentlichen genauso wie privaten Häusern.

Kommt man ins Dorf, sieht man überall die Künstler in ihren Ateliers, ungestört der großen Geräuschkulisse, die hier entsteht - nicht nur durch die Hauptstraße. Alt und Jung ist hier beschäftigt, haut in gleichmäßigen Schlägen aus großen Vulkangesteinsblöcken oder den 'Paras' - das typische graue Gestein Balis aus vulkanischem Tuff - Gesichter und Figuren.

Die besten Beispiele für dieses typische Vulkangestein aus den Flussbetten findet der Besucher in den hiesigen Tempeln. Bekanntester unter ihnen ist der Pura Puseh. Er ist mehr als 1.000 Jahre alt und wurde Anfang der 90er Jahre restauriert. Im Tempelhof findet man Dämonen neben Götterfiguren und Sportfiguren. Ein Sammelsurium an Bildhauerkunst vom Feinsten. Die weiche Struktur des vulkanischen Tuffsteins macht es leicht, Skulpturen zu formen, doch es wird auch zum Hausbau genutzt.

Batubalan - was ganz passend übersetzt 'Mondgestein' bedeutet - besitzt auch einige bekannte Barong Tanztheater-Gruppen. Der Tanz ist bei den Balinesen ein wichtiges Element, drückt er doch Geschichte aus und ist eine Art Selbstdarstellung. Barong ist dabei eine Mischung aus Erzählung über den Kampf des Guten und des Bösen, zwischen Mythologie und Geschichte im Tanz ausgedrückt.